Spanien empört über Rauch- und Vape-Verbot: Mallorca befürchtet Tourismusverluste und fordert weniger restriktive Kontrollen
Zusammenfassung
Spanien steht wegen eines neuen Rauchgesetzes in der Kritik, das ein Rauchverbot auf Terrassen beinhaltet. Die Gastgewerbe hat die Maßnahme scharf kritisiert und sie als „unverhältnismäßig“ bezeichnet, da sie den Tourismus schädigen und das internationale Image Spaniens beeinträchtigen könnte, wodurch Spanien zu einem Ausreißer in Europa werden könnte. Hostelería de España argumentiert, dass das Verbot ineffektiv sein wird und Raucher lediglich an weniger geeignete Orte verdrängen und neue Probleme schaffen wird. Ein Bericht der Nationalen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) schlägt ebenfalls vor, weniger restriktive Alternativen zu einem vollständigen Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Betracht zu ziehen, da dies Anpassungskosten verursachen und die Notwendigkeit einer Angleichung an sich entwickelnde europäische Vorschriften mit sich bringen würde. Die öffentliche Meinung, so eine Umfrage von 40dB, spricht sich eher für Informationskampagnen als für pauschale Verbote aus, wobei die Mehrheit das Verbot auf Terrassen nicht als Priorität ansieht und negative Folgen für den Tourismus und eine Zunahme des Rauchens in geschlossenen Räumen befürchtet. Hostelería de España fordert die Regierung auf, die Maßnahme zu überdenken und einen Dialog zu führen, um eine Lösung zu finden, die die öffentliche Gesundheit mit wirtschaftlichen Bedenken in Einklang bringt.
(Quelle:Majorca Daily Bulletin)