Kein Augen‑Gesundheitsvorteil beim Wechsel zu E‑Zigaretten und Vaping
Zusammenfassung
Eine große koreanische Kohortenstudie verfolgte fast 180 000 Erwachsene, die zwischen 2018 und 2019 mit dem Rauchen aufgehört hatten, und verglich diejenigen, die zu nicht brennbaren Nikotin- oder Tabakprodukten (NNTPs) wechselten, mit denen, die vollständig aufhörten. In durchschnittlich 4,6 Jahren wurden 6 328 Ereignisse schwerer augenschädigender Erkrankungen verzeichnet, mit Inzidenzraten von 41,1 pro 1 000 Personen‑Jahre bei Aufhörern und 44,0 bei Wechslern. Der angepasste Hazard Ratio für Wechslern betrug 1,07, was ein leicht erhöhtes, statistisch signifikantes Risiko bedeutet, insbesondere für diabetische Retinopathie (HR 1,24) und refraktive/akkommodative Störungen (HR 1,07). Die Autoren argumentieren, dass das erhöhte Risiko sowohl mikrovascularen Effekten von Nikotin auf das Auge als auch funktionellen Veränderungen wie Akkommodationsstörung oder Instabilität der Bindehautflüssigkeit entspricht. Sie schließen, dass, entgegen der Erwartung, NNTPs augenschonender sein könnten, der Wechsel kein Seh‑Risiko eliminiert und dass Ärzte ihre Patienten entsprechend beraten und auf Augenerkrankungen überwachen sollten.
(Quelle:Google News)