Hoch nikotinhaltige E-Zigaretten mit steigender Nikotinabhängigkeit bei jungen Erwachsenen in Verbindung gebracht
Zusammenfassung
Eine neue Studie von Forschenden der University of California San Diego zeigt, dass die Nutzung hoch nikotinhaltiger E-Zigaretten bei jungen Erwachsenen zwischen 2017 und 2022 stark zugenommen hat und mit einem deutlichen Anstieg der Nikotinabhängigkeit einhergeht. Unter täglichen Dampfern im Alter von 18 bis 24 Jahren stieg die Nutzung von Produkten mit mindestens 4 % Nikotin von 3,1 % im Jahr 2017 auf 49,2 % im Jahr 2022, verglichen mit nur 4,5 % bei täglichen Dampfern ab 55 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit, eine hoch nikotinhaltige E-Zigarette zu nutzen, war bei 18- bis 24-Jährigen zwölfmal höher als bei Erwachsenen ab 55 Jahren. Bis 2022 erreichte die Nikotinabhängigkeit bei jungen Erwachsenen, die ausschließlich dampften, ein Niveau, das mit dem von jungen Erwachsenen vergleichbar war, die 2017 ausschließlich rauchten. Bei Personen, die 2019 dampften, hatten diejenigen, die hoch nikotinhaltige E-Zigaretten nutzten, eine um 31 % geringere Wahrscheinlichkeit, vier Jahre später abstinent zu sein. Junge Erwachsene wählten innerhalb derselben Marken häufiger hoch nikotinhaltige Varianten als ältere Erwachsene, was Fragen zu Marketing und Regulierung aufwirft. Die Forschenden fordern eine dringende Neubewertung, ob die FDA-Zulassung dieser Produkte angesichts des Risikos einer Nikotinabhängigkeit bei jungen Nichtrauchenden weiterhin gerechtfertigt ist.
(Quelle:UC San Diego Today)