2FIRSTS | US-Gericht erlaubt Fortführung des Zyn-Marketingstreits, weist Antrag von Philip Morris International ab
Zusammenfassung
Ein US-Bundesgericht in Florida hat entschieden, dass eine Klage wegen irreführender Vermarktung von Zyn-Nikotinpouches fortgesetzt werden kann. Die Klage, eingereicht von Kläger Kovadis Palmer, behauptet, dass Philip Morris International (PMI) Verbraucher in die Irre geführt habe, indem Zyn als "tabakfrei" vermarktet wurde, was einen geringeren Suchtrisiko suggeriert, obwohl das Nikotin aus Tabak gewonnen wird. Das Gericht hatte Palmers Betrugsvorwürfe zuvor wegen mangelnder Details abgewiesen, erlaubte aber die Fortführung des Falls unter dem Florida Deceptive and Unfair Trade Practices Act (FDUTPA). Das Gericht unterschied zwischen FDUTPA-Ansprüchen und Betrugsvorwürfen und stellte fest, dass FDUTPA keinen Beweis einer Täuschungsabsicht erfordert und daher nicht denselben strengen Darlegungspflichten unterliegt. Das Urteil betont, dass es darauf ankommt, ob eine irreführende Praxis stattgefunden hat und ob Schäden entstanden sind, wodurch Palmers Ansprüche in die nächste Phase eintreten können.
(Quelle:2Firsts)