2FIRSTS | Der Bericht der französischen ANSES stellt die Vaping-Debatte neu auf: Schadensminderung bestätigt, regulatorische Hürden steigen
Zusammenfassung
Die französische nationale Gesundheitsbehörde ANSES hat einen umfassenden Bericht veröffentlicht, der zu dem Schluss kommt, dass Vaping weniger schädlich ist als herkömmliches Rauchen, obwohl es nicht risikofrei ist. Dieser Befund kommt zu einem Zeitpunkt, als die französische Regierung eine vorgeschlagene Verbrauchssteuer auf E-Liquids zurückzog, was eine Neuausrichtung der Politik signalisiert. Der Bericht empfiehlt eine strengere Überwachung von Inhaltsstoffen, Emissionen und der Produktattraktivität, insbesondere um die Aufnahme durch Jugendliche zu verhindern, und schlägt eine „Negativliste“ verbotener Inhaltsstoffe wie Nornicotin und 6-Methylnicotin vor. Während eine Prohibition nicht befürwortet wird, betont ANSES die Notwendigkeit erhöhter technischer Standards, erweiterter Tests und einer strengeren Überwachung der Lieferkette, was möglicherweise größere Unternehmen mit einer soliden regulatorischen Infrastruktur begünstigt. Der Ansatz Frankreichs wird voraussichtlich die breitere EU-Debatte im Rahmen der TPD 3.0 beeinflussen und die Schadensminderung mit einer strengeren Produktregulierung in Einklang bringen. Der Bericht unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Forschung und transparenter wissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Gestaltung zukünftiger Vorschriften.
(Quelle:2Firsts)