De-facto-Geschmacksverbot bedroht deutsche Schadensminimierung - Tobacco Reporter
Zusammenfassung
Deutschland erwägt eine Verordnung zum Verbot von Menthol und anderen Vape-Aromen, die synthetische Kühlmittel enthalten, möglicherweise ab 2026. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) legt nahe, dass diese Mittel die Nikotinaufnahme, insbesondere bei Jugendlichen, erhöhen könnten, räumt aber ein, dass die Forschung begrenzt ist. Kritiker, wie der Bundesverband Rauchfreie Alternative, argumentieren, dass dies einem De-facto-Geschmacksverbot gleichkommt und den Fortschritt bei der Schadensminimierung zunichte machen könnte, insbesondere angesichts der hohen Raucherquote in Deutschland, selbst nach einem Menthol-Zigarettenverbot im Jahr 2020. Gegner, darunter Professor Heino Stover, betonen das Fehlen wissenschaftlicher Beweise für das Verbot und warnen, dass es Verbraucher zu herkömmlichen Zigaretten oder zum Schwarzmarkt treiben könnte, wodurch das Ziel Deutschlands, die Raucherquote bis 2040 auf 5 % zu senken, noch schwerer zu erreichen wäre. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Überprüfung.
(Quelle:Tobacco Reporter)