Die Hälfte der E-Zigaretten in Europa sind illegal und fast alle kommen aus China
Zusammenfassung
Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) ergab, dass fast die Hälfte aller in Europa verkauften E-Zigaretten illegal ist und einen Markt darstellt, der im Jahr 2026 einen Wert von 6,6 Milliarden Euro hat und bis 2030 auf 10,8 Milliarden Euro ansteigen soll. Der überwiegende Großteil (90 %) dieser irregulären Produkte stammt aus China, insbesondere aus Shenzhen, wo eine Massenproduktion mit minimalen Vorschriften in Bezug auf Aromen und Sicherheitsstandards stattfindet. Diese Produkte gelangen über die großen Häfen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien in die EU und entgehen oft Steuern und Qualitätskontrollen. Die Studie hebt fragmentierte EU-Vorschriften und unzureichende Zollkontrollen als Schlüsselfaktoren hervor, die diesen illegalen Handel ermöglichen, was zu erheblichen Steuerausfällen für die Mitgliedstaaten – allein in Deutschland 119 Millionen Euro im Jahr 2024 – und zu ernsthaften Gesundheitsrisiken führt, insbesondere für junge Menschen. Experten empfehlen einheitliche Produktdefinitionen, digitale Rückverfolgbarkeitssysteme und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden, um das Problem anzugehen, und warnen vor pauschalen Verboten, die das Problem verschlimmern könnten.
(Quelle:Brussels Signal)