In Irland bremst intensives Lobbying der Industrie den Tabakkontrollkampf
Zusammenfassung
Eine Analyse von Lobbying-Erklärungen aus dem Zeitraum 2016-2024 zeigt, dass die Tabak- und Vaping-Industrie einen erheblichen Einfluss auf irische politische Entscheidungsträger hat. Trotz Irlands Geschichte starker Anti-Rauch-Politik ist der Fortschritt seit 2019 ins Stocken geraten, wobei die Rauchprävalenz bei etwa 17-18 % verharrt und das Vaping, insbesondere bei jungen Erwachsenen, zunimmt. Die Analyse ergab, dass kommerzielle Interessen (Tabak-/Vaping-Industrie, Einzelhändler, Berater) fast dreimal mehr Lobbying-Erklärungen eingereicht haben als Gesundheitsorganisationen. Zu den wichtigsten Lobbying-Themen gehören die Ablehnung von Steuererhöhungen, die Bedenken hinsichtlich des Schwarzmarktes und die Ablehnung strengerer Vorschriften für das Vaping. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren Durchsetzung von Artikel 5.3 des Rahmenübereinkommens der WHO zur Tabakkontrolle, einschließlich klarerer Richtlinien für den Kontakt mit der Industrie, Schulungen für Beamte und strengerer Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten, um sicherzustellen, dass Irland seine Tabakkontrollziele erreichen kann.
(Quelle:Génération sans tabac)