Lobbyarbeit der Tabak- und Vaping-Industrie bei irischen Politikern in "erschreckendem" Ausmaß
Zusammenfassung
Eine aktuelle Analyse des irischen Lobbyregister zwischen 2016 und 2024 ergab eine "erschreckend" hohe Lobbyarbeit der Tabak- und Vaping-Industrie. Forscher des Royal College of Surgeons Ireland, der HSE-Einheiten und des University College Cork analysierten 511 Einreichungen von 39 Lobbyisten und stellten fest, dass kommerzielle Gruppen 2,9-mal mehr Einreichungen als Gesundheitsgruppen vornahmen. Japan Tobacco International Ireland und FTI Consulting waren die aktivsten Lobbyisten, während Vape Business Ireland (jetzt Responsible Vaping Ireland) und die Irish Heart Foundation ebenfalls bedeutende Beiträge leisteten. Die Lobbyarbeit konzentrierte sich auf Themen wie Tabaksteuer und neue Vaping-Gesetze. Professor Paul Kavanagh, der Hauptautor der Analyse, äußerte Bedenken hinsichtlich der Versuche der Industrie, die Politik zu beeinflussen, und betonte Irlands Engagement für den Schutz der öffentlichen Gesundheitspolitik vor industriellem Einfluss gemäß dem Rahmenübereinkommen der WHO zur Tabakkontrolle. Die Irish Heart Foundation forderte eine verstärkte Regulierung der Lobbyarbeit, während Responsible Vaping Ireland seine Bemühungen verteidigte und erklärte, es setze sich für eine evidenzbasierte Regulierung ein und unterstütze Maßnahmen wie das Verbot des Verkaufs an Minderjährige.
(Quelle:Irish Examiner)