2FIRSTS | Französische Anti-Tabak-Gruppe Contre-Feu fordert neutrale Verpackung für alle Vaping-Produkte
Zusammenfassung
Die französische Anti-Tabak-Gruppe Contre-Feu veröffentlichte am 14. April eine Erklärung, in der sie strengere Vorschriften für die Vaping-Industrie forderte und die Hersteller beschuldigte, junge Menschen durch Marketingtaktiken zur Nikotinsucht zu verleiten. Die Gruppe fordert insbesondere eine neutrale Verpackung für alle Vaping-Produkte, eine strengere Kontrolle von Geschmacksnamen (unter Berufung auf Beispiele wie „Licorne“ und „Barbe à papa“) und ein vollständiges Verbot des Online-Verkaufs. Eine Umfrage von Contre-Feu aus dem Jahr 2025 ergab, dass mehr als die Hälfte der 13- bis 16-Jährigen fruchtige oder süße Aromen als Hauptgrund für den Versuch von E-Zigaretten angaben. Daten der französischen Beobachtungsstelle für Drogen und Suchtmittel zeigen einen deutlichen Anstieg des E-Zigaretten-Konsums bei 17-Jährigen, der sich seit 2017 verdreifacht hat. Trotz eines Rückgangs der traditionellen Raucherquoten in Frankreich argumentiert Contre-Feu, dass Tabakunternehmen ihren Schwerpunkt auf das Vaping verlagern, um den Nikotinkonsum aufrechtzuerhalten und einen erheblichen Teil ihres Marketingbudgets für diese Produkte bereitzustellen. Der französische E-Zigaretten-Markt ist ein lukrativer Markt, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast 1,60 Milliarden Euro generierte.
(Quelle:2Firsts)