Belgien fordert von der EU, die Inhaltsstoffe von Verdampfungsprodukten zu begrenzen und Puffs zu verbieten
Zusammenfassung
Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke setzt sich für strengere EU-Regulierungen für E-Zigaretten ein, insbesondere für solche, die junge Menschen ansprechen. Er bezeichnet das Dampfen als eine „Epidemie“ und weist auf das Vorhandensein von über 2.000 Inhaltsstoffen, darunter Schwermetalle und giftige Substanzen, in diesen Produkten hin. Vandenbroucke fordert ein Verbot von Einweg-„Puff“-Modellen in der gesamten EU, eine Harmonisierung der zulässigen Substanzen und eine Beschränkung der Aromen auf Tabakgeschmack. Der europäische Kommissar für Verbraucherschutz, Michael McGrath, räumte das Problem ein und betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Diese Initiative fällt zusammen mit laufenden Verhandlungen über die Überarbeitung der Tabaksteuerrichtlinie, bei denen Belgien zusammen mit Frankreich der Ansicht ist, dass die derzeitigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Ziele des europäischen Krebsplans zu erreichen, der bis 2040 die Tabakkonsumquote auf unter 5 % senken soll. Bedenken wurden hinsichtlich des Einflusses der Tabakindustrie auf die Verhandlungen geäußert, insbesondere von Zypern und anderen Mitgliedsstaaten.
(Quelle:Génération sans tabac)