FDA wird von 5. Gerichtskreis wegen „De-facto“-Vape-Verbots unter Druck gesetzt - Tobacco Reporter
Zusammenfassung
Ein Gremium des U.S. Court of Appeals for the Fifth Circuit äußerte gestern (6. Januar) Skepsis gegenüber der Behauptung der Food and Drug Administration (FDA), dass sie keine aromatisierten, nachfüllbaren E-Zigaretten-Produkte effektiv verboten habe. Die Richter deuteten an, dass die nahezu vollständige Ablehnung von Anträgen einer faktischen Untersagung gleichkomme. Während der mündlichen Verhandlung bemerkte Richter Cory T. Wilson, dass die FDA von Hunderttausenden von Voranmeldungen für Tabakprodukte (PMTAs) nur sechs Anträge genehmigt habe und merkte an: „Wenn Sie bei einer bestimmten Produktklasse effektiv 100 % ablehnen, dann handelt es sich um ein faktisches Verbot.“ Der Fall wurde von VDX Distro Inc. angestrengt, die die Ablehnung der FDA, ihre mentholaromatisierten, nachfüllbaren Vaping-Produkte zu autorisieren, anfechtet. Der Regierungsanwalt Ben Lewis argumentierte, dass kein Verbot bestehe, da einige Produkte zugelassen wurden, aber die Richter drängten die Behörde, ob sie jemals eine aromatisierte E-Zigarette ohne Beweis dafür genehmigt habe, dass sie größere Vorteile bei der Raucherentwöhnung bietet als Tabakprodukte. Der Anwalt von VDX argumentierte, die FDA habe das Tobacco Control Act verletzt, indem sie neue, ungeschriebene Standards ohne Anhörung und Kommentierung festlegte und damit alle offenen, nachfüllbaren Geräte blockierte. Branchenverbände unterstützten diese Bedenken, wobei ein Anwalt von R.J. Reynolds Vapor Co. argumentierte, die FDA wende strengere Standards auf aromatisierte Vaping-Produkte an als auf andere Nikotinprodukte wie Pouches. Das Gremium entschied nicht direkt, aber die kritischen Fragen unterstreichen die wachsende gerichtliche Überprüfung der Tabakregulierung durch die FDA, wobei die potenziellen Auswirkungen auf zukünftige Zulassungswege für aromatisierte Vaping-Produkte von der Tabak- und Nikotinindustrie genau beobachtet werden.
(Quelle:Tobacco Reporter)